42 thoughts on “Einfach erklärt: Liquid Democracy

  • Ein System wie im antiken Griechenland wäre auf der kommunalen Ebene möglich und meiner Meinung nach auch keine schlechte Sache.

  • ich frag mich nur wie kann man am besten gleichzeitig für Anonymität und Transparenz sorgen?

    konkret mein ich damit, wie will ich genau kontrollieren ob bei "online-Wahlen" alles mit rechten Dingen zugeht und dass da niemand etwas manipuliert? Gleichzeitig ist die Frage wie sich das mit anonymität vereinbaren lässt, wenn z.b. jeder bürger einen user account bekommt und dort abstimmt –

    ich glaub ein System mit online-Abstimmungen in einer Demokratie eignet sich am besten für Vorabstimmungen, und sollten die dann zu einer Änderung führen gibt es dann nach dem Prinzip der direkten Demokratie eine Richtige Abstimmung

  • Demokratie, bedeutet Herrschaft des (Staats-)Volkes. Das ist aber noch keine Freiheit. Jeder sollte für sein Leben frei wählen können was er damit machen möchte. Mit BGE , Informationsgeld, Bodenreform und Kooperativen, Regionalen und überregionalen Interessenvertretungen wäre das auch meiner Meinung nach möglich. Zumindest in bestimmten Regionen. wenn das gut läuft (und das wird es) wollen sowieso alle mitmachen. Franz Hörmann entwickelt da z.B. ganz geniale Visionen, die mit genügend Willigen auch umsetzbar wären. Ich wär jedenfalls dabei.

  • Ein total gutes Video! Einfacher kann man das Konzept kaum erklären. Ich habe schon unzählige Links auf diesen Clip an Freunde verschickt.

    Ich habe ebenfalls einen Einstiegsartikel zum Thema Liquid Democracy geschrieben.
    unmus.de/liquid-democracy
    Text, kein Video. 😉

  • Check mal den englischen Blogpost dazu, der ist in der Beschreibung oben verlinkt. Grundsätzlich geht das klar, schreib am Besten eine Mail. Findest du auch über den Blogpost. (Youtube lässt mich keine Links posten)

  • eine räterepublik war aber ja auch anders gedacht und definiert als die sovjetunion die wir kennengelernt haben… somit wäre doch die direkte übrsetzung zu räterepublik erstmal nicht aussagekräftiger? oder:)

  • Die Beteiligungsmöglichkeiten eines Bürgers sind definitiv nicht mit der Wahl beendet! Das ist schlichtweg Unsinn 😉 Das Video hat mir zu diesem Punkt gefallen, aber es werden hier Schwachstellen des Systems erfunden, die anderswo tatsächlich vorhanden sind. Schade, lässt stark an der Seriosität zweifeln.

  • Man kann ja weiterhin seien Stimme abgeben wie man es jetzt tut, über Repräsentanten. Und alternativen zum PC gibt es auch seine Stimme abzugeben.
    Das alte Athen finde ich auch eine schöne Vorstellung. Aber für die Zeit die man für Politik investieren will, kann man ja mehr oder weniger selbst entscheiden. Natürlich muss man parallel sehen, dass man dann weniger Zeit für Arbeit und Freizeit hat.
    Es ist wohl schwer umsetzbar jemanden vorzuschreiben, dass und wie er sich um Politik zu kümmern hat.

  • Stimme zu :).
    Das mit dem PC ist ja auch zweitrangig. Ob die Stimme jetzt Über PC, Laptop, Smartphone, Brief, Mündlich, oder sonstwie abgegeben wird ist ja nicht wichtig für das System. Es macht halt einen unterschiedlichen bürokratischen Aufwand.
    Und das tolle ist ja, die die es jetzt toll finden, können immer noch einen Repräsentanten wählen und so verbleiben :).

  • die frage könnte man genau so gut stellen bei der normalen wahlen bei gelähmten leuten die ihre Arme nicht bewegen können um bei der Wahl ihr kreutz zu setzen. Es gibt immer leute die bei einem bestimmten System nicht einfach mitmachen können, denen kann man aber so gut wie immer helfen. Und ich behaupte einfach mal man muss nicht reich sein um sich internet (inklusive Hardware) leisten zu können.

  • Es kann aber jeder eine Wàhlernummer/Code bekommen der ja dann nur einmal gùltig ist.Jeder kann dann auch ùberprùfen,ob seine Stimme richtig gelandet ist. Trotzdem kann der code Annonym sein,so das nicht nachverfolgt werden kann,wer was gewàhlt hat.

  • Und Menschen die kein Internet haben, oder mit Computern nicht umgehen können, die haben dann Pech gehabt, oder wie? Heute wie damals war die Teilhabe an Politik, eine Frage der sozialen Klasse, also des Besitzstandes, der Bildung und Vermögens (alles vererblich). Besser wäre dafür zu sorgen, dass "Wahlberechtigte", wie die Bürger im alten Athen, über mehr freie Zeit und Bildung für die Politik verfügen.

  • flüssige Demokratie? Es ist doch ein fließender Übergang, und kein flüssiger Übergang. Naja, will mal nicht so spitzfindig sein.

  • Dann baut man Wahlkabinen, wo man das auch machen kann. Etwas Kreativität wäre gefragt 😉 Das Internet muss nicht das einzige Interface zu diesem Wahlsystem sein. Es würde nur ermöglichen, dass die, die sich mehr beteiligen wollen, das auch effizient von zuhause tun können, sofern sie sich ein bisschen mit dem Thema Internet auseinandersetzen. Keine hohe Anforderung, wie ich finde. Netbooks sind billig, und lesen und schreiben muss man auch lernen.

  • @3 Das ist natürlich eine Grundsatzfrage. Wenn sie direkte Demokratie nicht wollen, werden sie von alternativen Möglichkeiten, diese umzusetzen, wohl auch nicht begeistert sein! Ich merke allerdings an, dass die Möglichkeit zur Delegation hier einiges relativiert. Und wieder gilt, ungebildete Wähler gibt es auch so – das löst man denke ich auch lieber nicht durch ein neues politisches System, sondern durch mehr Bildung.

  • @2 Das ist ein Problem, aber keines, das liquid democracy zu lösen versucht (und eines, das unser momentanes System auch hat). Ich persönlich hege die Hoffnung, dass mehr und bunt durchgemischtere Vertreter ein besseres Informationsangbot schaffen; Aber selbst, wenn das nicht der Fall ist, hat liquid democracy hier wohl keinen Nachteil.

  • @1 Sehr begrenzt. Es ist möglich, seinen Zahlungsverkehr online abzuwickeln, das sei als Beispiel genannt. en . wikipedia . org/wiki/Two-factor_authentication ist beispielsweise ein toller Weg, um das zusätzlich abzusichern. Anders als die meisten Webservices (und ähnlich wie eine Bank) kennt der Staat ja seine Bürger und kann deren Identität verifizieren. Den Informationskanal "Bürger erscheint bei Behörde" würde es also weiterhin geben – nur nicht bei jeder Abstimmung.

    @2,3: Folgt

  • Schlichtweg falsch. Paragraphen kann man ändern, und Accounts bei dem System nur an Wahlberechtigte ausgeben.

    Wenn das an etwas scheitert, dann am politischen WIllen (respektive dessen Mangel).

  • Please, Somebody can subtitle this video to english?
    Then someone (may be me) could translate to portuguese.
    Thanks!

  • mehrsprachige untertitel sollen unbedingt her!
    schickt mir den manuskript und ich übersetze schon mal ins russische. jemand kann englisch, französisch, spanisch, portugiesisch usw. übernehmen.
    das wort muss über die grenzen der brd hinaus verbreitet werden!

  • I'm working on it. Or at least I have put it on my to do list, albeit the part that only gets my attention when there's a bit of free time on my professional schedule. Perhaps check back with my English account mrjochmann in a few weeks if I forget to post a note to this video.

  • It would be nice a translation into English (subtitles at least). We need to spread the knowledge of the liquid democracy to other countries.
    Keep up the good work.

  • Das System verhindert Stimmenkauf eher als das repräsentative System, da die Stimmen Millionen von Bürgern(je nach Mehrheitsverhältnissen) und nicht nur die einzelner Repräsentanten gekauft werden müssen. Das ist um einiges schwieriger zu bewerkstelligen, da zudem die einzelnen "Stimmenkäufer" auf einem freien Markt gegeneinander konkurrieren müssten.

  • Im Gegenteil birgt das System durch die Chance in bestimmten Politikbereichen, etwa weil sie einen betreffen oder emotional beeinflussen, sich mit der Materie auseinanderzusetzen und nicht in personifizierten Wahlkämpfen Parteiprogramme zu wählen, die eh 99% der Leute nie gelesen haben. Demokratie wird wieder erlebbar. Dies folgt dem Ideal von John Stuardt Mill: Demokratie wird nur erlernt, wenn man sie durchführt.

  • Das One man- one vote Prinzip bleibt erhalten, da jeder Bürger die gleiche Anzahl von Stimmen hat und diese Stimmen nach seinem freien Willen abgeben kann. Wenn ich eine Partei wähle gebe ich ja theoretisch auch ALLE meine Stimmen ab. LD gibt mir die Möglichkeit dies wie gehabt zu tun und alle Meine Stimmen direkt einer Gruppe (zB einer Partei) zu geben oder selbst abzustimmen. Das Prinzip von LD birgt keine größere Gefahr von Populismus und "Versimlifizierung" als das Parteiensystem.

  • Durch individualisierte Lebenswelten ergibt sich, dass sich der Wille nach Partizipation nicht nur durch regional, sondern anhand von individuellen Präferenzen splittet, da niemand die Ressourcen hat, in allen Politikfeldern zu partizipieren. Menschen die zu bestimmten Themen etwas sagen wollen oder können tun dies, die anderen geben ihre Stimme ab. So wird der Personenkreis derer die direkt partizipieren verkleinert, aber das Prinzip One man one vote bleibt bestehen.

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